Der Belief Change Cycle und die Augenzugangshinweise
- Florian Stotz

- 6. Apr.
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Von den Augen direkt ins Herz des Glaubens: eine Strategie zur Veränderung von Glaubenssätzen.
In manchen Kulturen gibt es die Vorstellung, dass Heiler die Gedanken anderer Menschen lesen könnten. In der Frühzeit des NLP waren Richard Bandler und John Grinder von einer verwandten Beobachtung fasziniert: Wenn Menschen denken, bewegen sich ihre Augen in bestimmte Richtungen. Im NLP heißt das die Augenzugangshinweise, kurz AZH. Sie können Dir einen Hinweis darauf geben, in welchem Sinneskanal ein Glaubenssatz bei einem Menschen abgelegt ist. Und darauf aufbauend geht es heute um den Belief Change Cycle von Robert Dilts, mit dem sich tief liegende Glaubenssätze verändern lassen.
Die Landkarten der Augen: Wie wir Menschen Informationen abrufen
Die Augenzugangshinweise verraten Dir die Struktur des Denkens, also wie jemand denkt. Sie sagen nichts über den Inhalt, also darüber, was jemand denkt. Das gleicht dem Blick auf einen Prozessor. Du siehst, dass er arbeitet, aber nicht, welches Dokument er gerade schreibt. Bei einem rechtshändigen Menschen folgt das Muster meist einem festen Schema. Achte einmal auf die Blickrichtung Deines Gegenübers, jeweils aus Deiner Sicht beschrieben:
Visuell konstruiert. Der Blick geht nach oben rechts. Hier entstehen erfundene innere Bilder.
Visuell erinnert. Der Blick geht nach oben links. Hier greift jemand auf ein tatsächliches Erlebnis zu.
Visuell entfokussiert. Der Blick geht geradeaus ins Leere. Auch das ist ein Zugang zu inneren Bildern, ob erinnert oder gebaut.
Auditiv konstruiert. Der Blick geht seitlich nach rechts. Hier werden Klänge erfunden.
Auditiv erinnert. Der Blick geht seitlich nach links. Das Gehirn hört eine gespeicherte Stimme oder Melodie.
Kinästhetisch. Der Blick geht nach unten rechts. Hier liegt der Zugang zu Gefühlen und Empfindungen.
Innerer Dialog. Der Blick geht nach unten links. Das ist der Ort der Selbstgespräche.
Ein wichtiger Hinweis dazu: Dieses Schema gilt nicht für jeden. Bei manchen Menschen, etwa bei Linkshändern, ist es spiegelverkehrt oder anders geordnet. Prüf also zuerst an harmlosen Fragen, wie Dein Gegenüber tatsächlich sortiert, bevor Du irgendetwas darauf aufbaust. Wenn Du dann bemerkst, dass jemand stark über Bilder verarbeitet, kannst Du bildhafte Wendungen nutzen. Und wenn die Augen nach unten wandern und die Stimme unsicher wird, braucht es vielleicht eine kurze Zuwendung auf der Gefühlsebene.
Der Belief Change Cycle: die Jahreszeiten des Glaubens
In einem anderen Artikel habe ich über das Swish-Pattern für einfachere Themen geschrieben. Tiefe Überzeugungen brauchen dagegen einen organischen Weg. Dafür entwickelte Robert Dilts den Belief Change Cycle. Er beruht auf einer Beobachtung: Wir verändern unsere Glaubenssätze ohnehin ständig, und bei manchen Menschen geschieht das ganz ohne Kampf. Stell Dir diesen Kreislauf wie die vier Jahreszeiten vor. Ein neuer Glaube ist ein Samen im Frühling. Er blüht im Sommer. Er verwelkt im Herbst, wenn er ausgedient hat. Und im Winter wird er losgelassen, damit Raum für Neues entsteht. Die Stationen dieses Kreislaufs sind:
Wollen zu glauben. Hier denkst Du an die neue Überzeugung, die Du gern hättest.
Offen zu glauben. Hier wirst Du durchlässig. Oft hilft ein Mentor, ein Mensch oder auch ein Bild aus der Natur, das Dir das Neue als möglich erscheinen lässt.
Gegenwärtiger Glaube. Hier liegen Deine jetzigen Überzeugungen und mit ihnen die Blockaden.
Offen für Zweifel. Ein wackliger und gerade deshalb wichtiger Ort, denn hier darf das Alte ins Wanken geraten. Auch hier kann ein Mentor helfen.
Museum der persönlichen Geschichte. Hier landen Deine alten Überzeugungen. Sie sind kein Abfall, sondern ein Teil Deiner Geschichte, den Du mit Achtung betrachtest und nicht mehr bewohnst.
Urvertrauen. Das ist die Meta-Position, ein Zustand jenseits des Verstandes, der den ganzen Vorgang trägt.
Für die Durchführung legst Du Dir am besten Blätter auf den Boden, eines für jede Station.
Das Format in sieben Schritten: Den Glaubenswechsel durchschreiten
Um einen einschränkenden Glaubenssatz wie zum Beispiel: „Ich kann das nicht“, in eine kraftvolle Überzeugung zu verwandeln, nutzt Du im NLP meist eine räumliche Anordnung. Hierfür gebe ich Dir nun wichtige Informationen, welche Du als Zustände und Vorstellungen für den Belief Change Cycle benötigst:
Erstens, der Start im Wollen zu glauben. Bestimme den neuen Glaubenssatz und geh mit ihm in den Raum des Offenseins.
Zweitens, die Verinnerlichung. Spür die Offenheit in Dir und nutz gegebenenfalls die Sicht Deines Mentors.
Drittens, die Begegnung. Geh weiter in den gegenwärtigen Glauben. Tauchen dort Widerstände auf? Dann nimm sie mit in den Raum des Zweifels.
Viertens, der Ökologie-Check im Vertrauen. Tritt aus dem Vorgang heraus und frag Dich: Welchen guten Zweck hatte der alte Glaube für mich? Was davon will ich behalten, und was am Neuen möchte ich anpassen?
Fünftens, die Archivierung. Bring das alte Muster ins Museum Deiner Geschichte und verabschiede Dich dankbar davon.
Sechstens, die Festigung. Kehr zurück in den gegenwärtigen Glauben, diesmal mit der neuen Überzeugung. Spür sie innerlich und verändere zugleich bewusst Deine Körperhaltung.
Siebtens, der Abschluss im Urvertrauen. Vergewissere Dich, dass dieser Vorgang stimmig ist und sich von selbst weiterentwickeln darf.
Im nachfolgenden habe ich Dir ein Bild hinzugefügt, welches den Belief Change Cycle noch einmal verdeutlicht. Du kannst Dir auf dem Boden verschiedene Papiere auslegen, welche alle eine Station im Belief Change Cycle repräsentieren:

Die Kraft der Symbole
Besonders kraftvoll wird dieser Weg, wenn Du für jede Station ein Symbol auftauchen lässt, also jeden Ort mit einem inneren Bild ausstattest. Das Urvertrauen kann etwa ein Herz sein, verbunden mit Momenten, in denen Du Liebe erlebt hast. Denn Dein Unbewusstes liebt Metaphern. Eine Bekannte von mir sah ihren neuen Glauben als kleines glückliches Mädchen und ihren Zweifel als Wirbelsturm. Und Du kannst diese Symbole am Ende in einer Geschichte miteinander verbinden, wodurch sich Dein System von selbst neu ordnet. Wie wäre es, wenn Du damit nach drei bis sieben Durchgängen beginnst? Die meisten Geschichten fangen mit einem "Es war einmal...".
Die Augenzugangshinweise aus dem NLP
Die Augenzugangshinweise verraten Dir die Struktur des Denkens, also wie jemand denkt. Sie sagen nichts über den Inhalt, also darüber, was jemand denkt. Das gleicht dem Blick auf einen Prozessor. Du siehst, dass er arbeitet, aber nicht, welches Dokument er gerade schreibt. Bei einem rechtshändigen Menschen folgt das Muster meist einem festen Schema. Achte einmal auf die Blickrichtung Deines Gegenübers, jeweils aus Deiner Sicht beschrieben:
Visuell konstruiert. Der Blick geht nach oben rechts. Hier entstehen innere Bilder, die es so noch nicht gab. Du erkennst daran, dass jemand gerade etwas entwirft, sich etwas ausmalt oder eine Zukunft vor sich sieht.
Visuell erinnert. Der Blick geht nach oben links. Hier greift jemand auf ein tatsächliches Erlebnis zu. Du erkennst daran, dass er sich an etwas Gesehenes erinnert, etwa an ein Gesicht, an einen Ort oder an eine Szene.
Visuell entfokussiert. Der Blick geht geradeaus ins Leere. Du erkennst daran einen Zustand des Verweilens im Bild, oft mit leichter Trance und geringerer Anwesenheit im Raum.
Auditiv konstruiert. Der Blick geht seitlich nach rechts. Hier werden Klänge oder Sätze zusammengebaut. Du erkennst daran, dass jemand gerade eine Formulierung sucht oder sich zurechtlegt, wie er etwas sagen wird.
Auditiv erinnert. Der Blick geht seitlich nach links. Das Gehirn hört eine gespeicherte Stimme oder Melodie. Du erkennst daran, dass jemand sich an Gesagtes erinnert, oft an die Stimme eines bestimmten Menschen.
Kinästhetisch. Der Blick geht nach unten rechts. Hier liegt der Zugang zu Gefühlen und Körperempfindungen. Du erkennst daran, dass jemand gerade fühlt statt denkt, und meist verlangsamt sich dabei auch seine Sprache.
Innerer Dialog. Der Blick geht nach unten links. Das ist der Ort der Selbstgespräche. Du erkennst daran, dass jemand mit sich selbst verhandelt, abwägt oder sich kommentiert.
Ein wichtiger Hinweis: Dieses Schema gilt nicht für jeden. Bei manchen Menschen, etwa bei Linkshändern, ist es spiegelverkehrt oder anders geordnet. Prüf also zuerst an harmlosen Fragen, wie Dein Gegenüber tatsächlich sortiert, bevor Du irgendetwas darauf aufbaust. Frag ihn etwa nach der Farbe seiner Haustür, um das Erinnern zu sehen, und danach, wie seine Haustür in Rosa aussähe, um das Entwerfen zu sehen. Was Du dabei beobachtest, ist sein persönliches Schema.
Die Abfolge ist die eigentliche Information
Und jetzt kommt der Teil, den die meisten übersehen. Ein einzelner Blick sagt Dir wenig. Erst die Reihenfolge mehrerer Bewegungen zeigt Dir einen inneren Vorgang, und im NLP heißt eine solche Reihenfolge eine Strategie. Denn wenn Du jemandem eine Frage stellst, laufen in den nächsten zwei bis drei Sekunden mehrere Zugriffe nacheinander ab. Genau diese Kette ist die Antwort hinter der Antwort. Ein paar Muster, die Dir immer wieder begegnen werden:
Erinnertes Bild, dann Gefühl. Jemand schaut nach oben links und danach nach unten rechts. Er ruft eine Erfahrung auf und prüft sie am Gefühl. Das ist eine Entscheidung aus Erfahrung, und sie ist meist tragfähig.
Entworfenes Bild, dann Gefühl. Der Blick geht nach oben rechts und danach nach unten rechts. Hier wird eine Zukunft gebaut und sofort am Gefühl geprüft. Fällt das Gefühl gut aus, ist es Vorfreude. Fällt es schlecht aus, ist es Sorge, und zwar über etwas, das noch gar nicht existiert.
Selbstgespräch, dann Gefühl. Der Blick geht nach unten links und danach nach unten rechts. Jemand sagt sich etwas und fühlt daraufhin schlechter. Das ist die klassische Kette der Selbstkritik, und sie läuft oft in Sekundenbruchteilen.
Gefühl, Selbstgespräch, wieder Gefühl. Der Blick pendelt zwischen unten links und unten rechts. Das ist die Grübelschleife, und sie hat keinen Ausstieg, weil sie kein Bild enthält. Genau deshalb hilft es hier so zuverlässig, den Blick bewusst nach oben zu führen.
Erinnerte Stimme, dann Selbstgespräch. Der Blick geht seitlich nach links und danach nach unten links. Jemand hört innerlich einen Satz von früher und kommentiert ihn. Das ist häufig die Spur einer alten Prägung, denn die Stimme gehört meist einem anderen Menschen.
Was Du damit anfängst, ist erstaunlich praktisch. Wenn jemand fast ausschließlich zwischen unten links und unten rechts pendelt, brauchst Du ihm keine weiteren Argumente zu geben, denn er hat längst genug davon. Was ihm fehlt, ist ein Bild. Und wenn jemand seine Entscheidungen immer über ein entworfenes Bild trifft und nie über ein erinnertes, lohnt die Frage, ob er sich gerade etwas ausmalt oder ob er wirklich weiß, wovon er spricht.
Für die Beobachtung selbst gilt eine schlichte Regel. Achte auf die ersten zwei bis drei Bewegungen nach einer Frage, denn danach übernimmt das bewusste Nachdenken. Und prüf jedes Muster mehrfach, bevor Du daraus etwas ableitest. Wenn Du dann bemerkst, dass jemand stark über Bilder verarbeitet, kannst Du bildhafte Wendungen nutzen. Und wenn die Augen nach unten wandern und die Stimme unsicher wird, braucht es vielleicht eine kurze Zuwendung auf der Gefühlsebene.
Weitere Formate zur Veränderung von Glaubenssätzen und Zuständen
Bei meinem heutigen Experiment habe ich mich gefragt, was geschieht, wenn man das Beobachten der Augen mit diesem Kreislauf verbindet. Wenn Du also die Blickrichtungen nutzt, um die Stationen im Körper zu verankern:
Den neuen Glaubenssatz ansehen. Geh in den Zustand des Wollens und nutz dabei die Position des inneren Entwerfens, um Dir lebhaft auszumalen, wie Dein Leben mit dieser Überzeugung aussieht.
Destabilisierung durch Augenbewegungen: Wenn Du im Feld des "offen zu zweifeln" stehst und den alten einschränkenden Glaubenssatz spürst, benutzt Du schnelle horizontale Augenbewegungen. Diese desensibilisiert die emotionale Ladung (auch: Kinästhetik) des alten Musters.
Reprogrammierung über Submodalitäten-Orte: Jede Überzeugung hat einen Ort. Wenn Du bemerkst, dass Dein Blick beim Satz „Ich kann nicht" nach unten wandert, führ Deine Augen bewusst in jene Position, die zu „Ich kann" gehört, also meist nach oben.
Die Arbeit mit Symbolen: Erschaff für jede Station ein Bild. Der alte Glaubenssatz als verdorrtes Blatt, der neue als aufgehender Stern.
Die Integration im Raum des Urvertrauen: Das ist der Meta-Zustand. Hier blickst Du oft ins Leere, um eine Verbindung zu einer höheren Ebene herzustellen, die stabil bleibt, während sich Deine Überzeugungen wandeln.
Ein Trick für den Alltag
Wenn Du Dich aus einer trüben Stimmung befreien willst, sind Deine Augen meist unten rechts, also in den Gefühlen. Blick dann bewusst nach oben und beweg Deine Augen schnell von links nach rechts, während Du laut lachst. Diese Musterunterbrechung löst den Zustand fast augenblicklich. Und wenn Du danach durch Deine eigenen Augen an ein gutes Erlebnis denkst, hast Du bereits den Grundstein für eine neue Gewohnheit gelegt.
Warum selbst gefundene Glaubenssätze am stärksten sind
Aus meinem eigenen Leben weiß ich um die Kraft von Überzeugungen, von denen man felsenfest überzeugt ist. Denn dann schwingt immer auch ein tiefes Gefühl mit. Vor Kurzem war ich mit einem guten Freund im Wald joggen, in den Bergen. Ich entschied, dass wir vier Kilometer konstant bergab laufen. Diese vier Kilometer durften wir anschließend auch wieder hinauf, und das nach einer Grippe und wochenlanger Pause. Manche würden das Mindset-Training nennen. Während es also steil bergauf ging, kam mir ein Gedanke: Ich kann mehr, als ich gerade glaube. Diesen Gedanken wiederholte ich bewusst, vor allem dann, wenn es so anstrengend wurde, dass die Muskulatur verkrampfte.
Am Ende schafften wir beide unser Training. Und mein Unterbewusstsein hatte mir einen bis dahin unbewussten Glaubenssatz zugänglich gemacht. Wenn ich ihn heute laut ausspreche, fühle ich ein sehr dichtes Gefühl von Veränderung, als liefen dabei tiefe Veränderungsprozesse in mir ab. Diese Erfahrung habe ich bereits mit mehreren Ankern gemacht, welche ich als Veränderungsanker bezeichne. Damit will ich Dir vor allem eines sagen: Die stärksten Glaubenssätze sind jene, die aus Dir selbst entstanden sind. Versuch doch einmal, einen für Dich zu formen, während Du eine Herausforderung durchlebst, und ihn danach auf andere Bereiche Deines Lebens zu übertragen. Selbst gefundene Glaubenssätze sind deshalb so stark, weil sie aus unmittelbarer Erfahrung stammen und nicht aus Theorie, weil sie gefühlsmäßig geladen sind, weil sie als eigene Wahrheit erlebt werden und weil sie meist mit einem körperlichen Zustand verbunden sind. Das macht sie stabil und schnell abrufbar.
Andere starke Glaubenssätze stammen dagegen aus der Kindheit, von Eltern und Lehrern, aus wiederholten Erfahrungen und aus gesellschaftlicher Prägung. Wenn sie früh entstanden sind, unbewusst wirken und kaum hinterfragt werden, können sie zu Hindernissen werden. Mit hypnotischen Suggestionen aus dem Milton-Modell und der Verallgemeinerung aus dem Belief Change Cycle lässt sich dem Unterbewusstsein nahelegen, hinderliche Glaubenssätze über die kommenden Wochen Stück für Stück ins Bewusstsein zu heben, damit sie sich dort auflösen können. Entscheidend ist dabei weniger, woher ein Glaubenssatz stammt, als vielmehr, wie er verankert ist. Er wirkt dann stark, wenn
das Gefühl dabei hoch ist
die Erfahrung wirklich stattgefunden hat und nicht nur gedacht wurde
eine Wiederholung erfolgt
die Identität berührt wird, wenn also gilt: Das bin ich
Sind alle vier Bedingungen zugleich erfüllt, fühlt sich ein Glaubenssatz früher oder später besonders kraftvoll an. Vor allem dann, wenn Du nicht bloß positiv denkst, sondern wirklich überzeugt bist und einen wirklichkeitsnahen Raum schaffst, in dem er sich ausdehnen kann. Wenn Du also einen Moment herstellst, in dem alle Bedingungen zugleich gegeben sind, und in diesem Moment bewusst einen Glaubenssatz kultivierst, hast Du einen weiteren Schlüssel zur Selbstmeisterung gefunden. Du könntest Dir dann in einem tiefen Trancezustand sogar nahelegen, dass dieser Satz immer dann auftaucht, wenn Du an Dir zweifelst, wenn schwere Gefühle kommen oder wenn Du zögerst, etwas zu tun, das Du tun willst. Das ist für mich angewandtes Hardcore NLP.
Und wenn Du auf Deinem Weg einmal dort ankommst, wo die belastenden Zustände weitgehend verschwunden sind, wird Dein Unterbewusstsein von selbst dafür sorgen, dass die tragenden Zustände sich verstärken. Ich selbst war oft überrascht, wie groß die Kraft des Unterbewusstseins ist.
Ein Vorschlag zum Schluss
Ich lege Dir ans Herz, den Belief Change Cycle dreißig Tage lang täglich zu gehen, etwa abends vor dem Schlafen und morgens nach dem Aufwachen. Denn ähnlich wie ein Zen-Meister mit einem Kōan den unterscheidenden Verstand seiner Schüler durchbricht, nutzt dieser Kreislauf eine natürliche Beweglichkeit des Systems, um ohne Gewalt eine neue Ordnung entstehen zu lassen.
Erlaub mir dazu ein Bild aus dem Zen. Ein Stück Holz wird zu Asche, und doch ist die Asche nicht die bessere Zukunft des Holzes. Beide sind in ihrem Augenblick bereits vollständig. So ist auch jeder einzelne Schritt Deiner Veränderung schon ein Teil Deiner Ganzheit.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Beobachten der Augen in Gesprächen und beim Neugestalten Deiner inneren Welt.
Danke für Deine Zeit und bis bald,
Dein Florian 🌈



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