Trauma und Traumatisierung: Wie das Unterbewusstsein ein Trauma äußert
- Florian Stotz

- 7. Sept. 2025
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Aug.
Wer das eigene Leid nicht ansehen darf, erzählt sich stattdessen eine Geschichte darüber.
An einem regnerischen Herbsttag schaute ich aus dem Fenster meines Arbeitszimmers, während das Wasser im Wasserkocher zu brodeln begann. Ich erinnerte mich an die Haltung, dass jeder Mensch alle Ressourcen bereits in sich trägt. Diese Haltung war auch ein Zauber Milton H. Ericksons, der sie als Glauben an seine Patienten in sich trug. Viele Menschen, die Traumata in sich tragen, haben einen schwachen Selbstglauben und eine negative Haltung gegenüber sich selbst und ihrer Umwelt. Ein schwacher Selbstglaube führt oft dazu, dass das eigene Leben trüb und düster wirkt. Positives wird überwiegend dem Zufall zugeschrieben, und man hofft darauf, dass die gewünschten Veränderungen wie von selbst ins Leben treten. Heute möchte ich beschreiben, was ein Trauma ist und wie Traumatisierungen an einem glücklichen und selbstbestimmten Leben hindern können.
Was ist ein Trauma?
In der Fachliteratur wird ein Trauma als eine überwältigende Erfahrung beschrieben, die einen Menschen in seiner gesamten Existenz erschüttert. Viele Menschen verfügen über sogenannte Bewältigungsmechanismen, also über Mechanismen, die ihnen helfen, mit bestimmten Situationen umzugehen und sie zu bewältigen. Traumatische Erlebnisse übersteigen genau diese normalen Bewältigungsfähigkeiten und führen zu tiefgreifenden inneren Verletzungen, die sich meist nicht durch bloßes Erinnern oder Verarbeiten einordnen lassen. Ein Trauma betrifft dabei nicht nur die unmittelbare Situation, sondern hinterlässt Spuren, die Denken, Fühlen und Verhalten eines Menschen langfristig prägen. Zu seinen besonderen Merkmalen gehören das Gefühl von Hilflosigkeit, der Kontrollverlust und die existenzielle Bedrohung sowie die oft starke Dissoziation und Fragmentierung der Erlebnisse im Gedächtnis. Dissoziation ist ein psychischer Vorgang, bei dem sich bestimmte Erfahrungen, Gefühle, Gedanken oder Wahrnehmungen vom bewussten Erleben abspalten. Der Umgang mit einem Trauma erfordert deshalb ein einfühlsames Verständnis und besondere therapeutische Ansätze, die diese Tiefe anerkennen und aufarbeiten.
Je nach Schwere eines Traumas und je nach Anzahl der Traumatisierungen im Leben gibt es unterschiedliche Fachbegriffe. Und es gibt die unterschiedlichsten Arten von Traumata, die sich in ihrer Verwobenheit und in der individuellen Intensität für den betroffenen Menschen erheblich unterscheiden. Wenn ein Mensch bereits als Kleinkind wiederholt Traumatisierungen erfahren hat, kann es dazu kommen, dass sich seine Persönlichkeit nie in Ruhe und Vollständigkeit entwickeln konnte. Was solchen Menschen aus meiner Erfahrung heraus wirklich hilft, ist vor allem dieses: der Selbstglaube an diesen Menschen, die Förderung von Eigenverantwortung, bedingungslose Liebe und einfühlsames Verständnis. Für traumatisierte Menschen ist es außerdem wichtig, die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu richten. Die Praxis einer beständigen Achtsamkeit ist einer der Schlüssel zur inneren Stille. Meist versucht eine Instanz in Dir, Dich von dieser Achtsamkeit abzulenken, weil vor der Stille zunächst die innere Unruhe wahrgenommen wird, die sich erst im weiteren Verlauf in Stille verwandeln kann. Es lohnt sich, dabei standhaft zu bleiben, denn am Ende steht das Erleben des Augenblicks und mit ihm der innere Frieden.
Stell Dir einmal einen traumatisierten Menschen wie einen lange gequälten jungen Hund vor. Im Regen am Straßenrand ausgesetzt, ist er an eine Straßenlaterne gebunden worden. Sehr wahrscheinlich ist er körperlich und emotional misshandelt worden, und nun zittert er vor Angst in der Kälte. Wenn Du ihn jetzt aus Mitgefühl mitnehmen willst, kann es sein, dass er Dir bedingungslos folgt. Es kann aber genauso sein, dass er Dich anbellt. Vielleicht fragst Du Dich, warum er das tun sollte, wo Du doch helfen willst. Ein Grund ist, dass dieser Hund schon einmal einem Menschen vertraut hat und dabei schwer verletzt wurde. Deshalb reagieren gerade traumatisierte Menschen manchmal heftig, wenn Du ihnen liebevoll begegnest. Und meistens können sie auch nicht einschätzen, ob Du es wirklich liebevoll meinst.
Was den Zugang zum inneren Leid verhindert
Wie Du bemerkst, gehen wir beim Thema Trauma sehr tief in den Kaninchenbau hinunter. Wenn Du Dich erinnerst: Avidya ist in den Yoga-Sutras des Patanjali die Wurzel aller geistigen Verwirrung und der fünf Kategorien des Leidens. Viele Menschen wissen nicht, wie es ist, von einer Erkrankung betroffen zu sein. Einige bemühen sich, andere zu verstehen, während andere erkrankte Menschen aus Bequemlichkeit, Vorurteil oder Unwissenheit abstempeln. Ich frage Dich: Was nützt es Dir, Dich über diese Unwissenheit aufzuregen? Kaum etwas. Stattdessen kannst Du, wenn Du dazu bereit bist, aktiv dazu beitragen, in Deinem direkten Umfeld mehr Bewusstheit für diese Themen zu schaffen. Ein Teil meiner Berufung besteht genau darin: so gut ich es auf Basis meines heutigen Entwicklungsstands vermag, ein Verständnis für- und miteinander zu erzeugen.
In fast allen Menschen gibt es eine Instanz, die sie vor dem inneren Leid schützen will. Ich bezeichne sie als kritische Instanz, und im Yoga wird sie oft als Ego bezeichnet. Das Ego ist ein Mechanismus, der uns davor bewahrt, uns mit dem inneren Leid zu verbinden und darin eine Erlösung zu finden. Das geschieht vor allem deshalb, weil dieses Leid damals zu schmerzhaft war und die kritische Instanz verhindern will, dass der Schmerz erneut ins Bewusstsein dringt. Bemerkenswert ist dabei, dass das Auflösen dieses Leids im Bewusstsein meist deutlich weniger schmerzhaft ausfällt, als man zuvor erwartet hätte. Ein Schutzmechanismus der kritischen Instanz ist beispielsweise das Erfinden von Geschichten. Damit meine ich jene Geschichten, die Menschen sich selbst erzählen, um inneres Leid zu vermeiden, etwa: „Ich bin einfach nicht gut genug", „Ach, mein Leben ist doch ganz in Ordnung" oder "Ich bin super und alle anderen blöd."
Wie kann sich ein Trauma in Gedanken, Gefühlen und Handlungen zeigen?
Wenn ein Mensch ein Trauma erlebt, kann das Gehirn diese extrem stressige Situation meist nicht wie ein gewöhnliches Erlebnis verarbeiten. Vor allem die Bereiche, die für Gefahr und Überleben zuständig sind, etwa das limbische System, springen in einen roten Alarmzustand. Und zugleich suchen diese Teile des Gehirns nach einer Bedeutung. Oft sind Menschen nach einer Traumatisierung davon überzeugt, selbst schuld zu sein, und beziehen das Geschehene auf die eigene Person. Das geschieht nicht, weil sie es bewusst wollten, sondern weil das Gehirn so arbeitet: Es will Kontrolle herstellen. Genau deshalb fühlt es sich an, als sei man selbst schuld, auch wenn das gar nicht stimmt. Und genau dieses automatische Aufsichbeziehen hält dann am Trauma fest.
Kennzeichnend für ein Trauma ist eine stark negative Haltung gegenüber sich selbst und der Welt. Nach innen drückt sie sich in einem geringen Selbstwertgefühl und einem negativen Selbstbild aus. In Deinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen kann sich das auf verschiedene Weise zeigen:
In der Dimension des Geistes, dem Ort der Gedanken. Hier zeigen sich negative Gedanken darin, dass eine innere Stimme Dich abwertend und in fluchendem Ton vehement kritisiert. Ein Beispiel: „Ich bin ein Niemand, und ich kann nichts." Du pflegst einen harten Umgang mit Dir selbst. Oft sitzen diese kritischen Gedanken zwar in Deinem Geist, stammen ursprünglich aber von anderen Menschen und haben sich als Gedankenspiralen in Dir verselbstständigt.
In der Dimension des Astralkörpers, dem Herzen als Zentrum der Gefühle. Hier zeigt sich, dass Du oft eine starke Angst in Dir trägst. Selbst in den alltäglichsten Situationen wie beim Einkaufen oder im Kontakt mit anderen Menschen kann sie da sein. Du könntest das Gefühl haben, nicht genug zu sein, und Angst davor haben, kritisiert zu werden, wenn Du Dich so zeigst, wie Du gerade bist.
In der Dimension des Körpers, dem Ort der Handlungen. Hier zeigt sich vor allem Vermeidungsverhalten, also der Versuch, alle Situationen zu meiden, die an das Trauma erinnern könnten. Zugleich versucht Dein Unterbewusstsein häufig, Dich genau an die Orte des Traumas zurückzuführen. Das folgt einem buddhistischen Leitsatz, der lautet: Geh an die Orte, die Du fürchtest. In westlicher Sprache klingt derselbe Gedanke so: Dort, wo die Angst ist, führt der Weg. Es ist die Reise aus der Angst heraus. Vielleicht handelst Du im Alltag auch selbstschädigend, um Dich unbewusst zu bestrafen, und das kann sich sehr fein und unauffällig ausdrücken.
Viele moderne traumatherapeutische Ansätze wie die Hypnotherapie betonen, dass es nicht nötig ist, ein Trauma detailliert erneut zu erinnern, zu erleben oder auszusprechen. Entscheidend ist eher, dass das Nervensystem wieder Sicherheit lernt und die eingefrorene Stressreaktion zu Ende geführt und reguliert wird. Deshalb kann auch eine rein körperliche oder symbolische Verarbeitung genügen, ohne dass sich das Trauma selbst noch einmal zeigen muss. Du kannst Dir ein Trauma wie einen Blitz vorstellen, der in einen Baum einschlägt. Der Baum trägt die Spuren, doch Heilung bedeutet nicht, den Blitz ständig neu zu erleben. Es genügt, wenn die Lebensenergie wieder durch den Stamm fließen kann, wenn die Wurzeln Wasser aufnehmen und neue Äste und Früchte wachsen. Genau deshalb geht der psychotherapeutische Weg auch so, dass traumatisierte Menschen zuerst mit Ressourcen stabilisiert werden, bevor eine Konfrontation und Integration des Traumas möglich wird.
Meine Perspektive auf die Psychotherapie und Traumabehandlung
Die Psychotherapie folgt meist dem Leitsatz, dass die Aufarbeitung eines Traumas ein langwieriger Prozess sein muss. An dieser Stelle möchte ich diesen Satz einmal in Frage stellen und den „Was wäre, wenn …" Rahmen aus dem Modell des NLP verwenden. Welche Möglichkeiten könnte es geben, die traumatisierten Menschen sanfter und schneller helfen als die bisherigen Wege? Dabei will ich ausdrücklich sagen, dass die Heilung einer Wunde ihre Zeit braucht und von Mensch zu Mensch verschieden ist. Es geht mir nicht um Tempo um jeden Preis, sondern darum, alte Annahmen zu prüfen und wirksamere Wege zu finden. Aus meiner Beschäftigung mit den verschiedensten Wissensgebieten hat sich für mich das Modell der Fast Trauma Cure ergeben. Ich behaupte, dass die Arbeit mit den intensiven Themen, die auf der Seele liegen, noch viel Luft nach oben hat. Nach meinem Verständnis kann die Seele selbst nicht gebrochen werden. Es ist der Ballast der Themen, der auf ihr liegt und der für manche Menschen unaushaltbar wird.
Ein Kriterium für einen guten Therapeuten ist aus meiner Perspektive seine Beweglichkeit, sich immer wieder zu fragen, wie er seinen Patienten besser erreichen und in dessen Heilung unterstützen kann. Wer die Verantwortung für das Gelingen ausschließlich beim Patienten ablegt und sich selbst nie in Frage stellt, macht es sich zu leicht. Vor allem die Ehrlichkeit spielt dabei eine große Rolle, und sie war aus meiner Sicht auch der Erfolg von Fritz Perls, dem Begründer der Gestalttherapie. Auf meinem Weg als Zen-Schüler habe ich durch das Lernen von Zen-Meistern vor allem die Ehrlichkeit als scharfes Katana mitbekommen. Ein stimmig gesetzter, ehrlicher Impuls kann ein Thema so auflösen, wie ein scharfes Schwert das schwächste Glied einer Kette durchtrennt. Durch diese Präzision fällt die Kette auseinander. Bis heute leistet mir die Ehrlichkeit mir selbst und meiner Umwelt gegenüber wertvolle Dienste.
Wege zur Traumabehandlung
Eine der derzeit bekanntesten Persönlichkeiten auf dem Gebiet von Trauma und Traumabehandlung ist Michaela Huber. In ihren Büchern „Trauma und die Folgen" sowie „Wege der Traumabehandlung" schildert sie mögliche Wege. In kurzer Darstellung sind einige zentrale davon:
Eine schrittweise und behutsame Annäherung an das Trauma. Traumatisierte Menschen haben oft große Angst davor, von starken Gefühlen überwältigt zu werden. Eine behutsame Annäherung ist deshalb wichtig, um Re-Traumatisierungen zu vermeiden.
Imaginative Übungen und Visualisierungen. Traumatisierte Menschen profitieren oft von einfachen, anschaulichen Übungen, die ihnen helfen, mit dem Trauma umzugehen, ohne es direkt anschauen zu müssen. Das kann laut Michaela Huber besonders dann hilfreich sein, wenn die Persönlichkeit noch nicht stabil genug ist, um das Trauma unmittelbar zu verarbeiten.
Konkrete Zielvorstellungen entwickeln. Viele langzeittraumatisierte Menschen wissen nicht, wohin die therapeutische Reise oder die Reise in ihrem Leben überhaupt gehen soll. Deshalb ist es sinnvoll, konkrete Zielvorstellungen zu erarbeiten.
Umgang mit Vitalität und Energie. Manche traumatisierten Menschen können eine rasche Vitalisierung schwer verkraften und müssen sich selbst drosseln, indem sie, wie Michaela Huber es beschreibt, die Physiologie eines Lurchs im Winter annehmen, um nicht überfordert zu werden. Überschüssige Energie kann beispielsweise in der Vorstellung in Form von perlmuttfarbenen Perlen gebunden und damit handhabbar gemacht werden.
Förderung von Autonomie und Selbstwirksamkeit. Das Ziel der Traumabehandlung ist nicht Abhängigkeit oder Unterwerfung, sondern Autonomie, und damit spielt auch die Förderung von Eigenverantwortung eine große Rolle. Kreative Ideen und individuelle Lösungen von Therapeut und Klient helfen, den eigenen Weg zu finden und sich nicht mit einem „Nichts geht mehr" zufriedenzugeben.
Arbeit mit Bildern und Symbolen. Die Verwendung von Bildern, etwa eines inneren Baums mit vielen Gestalten, kann helfen, innere Zustände zu erkennen und zu verstehen. Ihr Zusammenwachsen zu einem Ganzen wird dabei selbst zum therapeutischen Vorgang.
Das sind nur einige zentrale Wege nach Michaela Huber. Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass vor allem Mitgefühl, ein offenes Herz und Liebe drei Elemente sind, die den Raum für Heilung überhaupt erst entstehen lassen.
Weitere Wege zur Traumabehandlung in einer anderen Kultur
Meiner Erfahrung nach geht Heilung weiter, als unsere westlichen Ansätze reichen. Innerhalb der Shipibo-Stämme aus Peru gibt es verschiedene Pflanzenmedizinen wie beispielsweise Ayahuasca, die die Seele auf eine Seelenreise mitnehmen. Diese kraftvollen und heiligen Rituale der indigenen Völker ziehen immer mehr Menschen in den Amazonas. Weltbekannte Psychotherapeuten wie Gabor Maté haben Ayahuasca mehrfach selbst erfahren und darauf aufmerksam gemacht, welches Heilpotenzial solchen Pflanzenmedizinen bei wahrhaft indigenen Völkern innewohnen kann. Der westliche New-Age-Schamanismus hat mit echter Heilung übrigens kaum etwas zu tun, und selbsternannte Schamanen sollten kritisch hinterfragt werden. Abgesehen davon ist der Begriff Schamane für viele Heiler indigener Völker eine Beleidigung. Er findet in dieser Form vor allem in der westlichen Kultur Verwendung. Für Menschen mit einer Traumatisierung ist eine Erfarung mit Ayahuasca ohne erfahrene Begleitung allerdings keine kleine Sache. Vor allem ist eine gewisse Grundstabilität nötig und die Fähigkeit loslassen zu können in diesen Heilungsprozessen essenziell.
Das Zazen für innere Ruhe und Gelassenheit
Zazen bedeutet übersetzt stilles Sitzen. Alles, was Du tust, ist, Dich an einem Ort Deiner Wahl hinzusetzen, die Augen zu schließen und bewusst wahrzunehmen, was sich Dir zeigt. Vielleicht zeigen sich unangenehme Emotionen, negative Gedanken oder eine körperliche Unruhe. Nimm einfach wahr, was da ist. Allein durch Deine Konzentration auf das, was sich zeigt, findet bereits ein Prozess der Veränderung in Dir statt. Wenn es sich für Dich stimmig anfühlt, kannst Du Deine Aufmerksamkeit auf Deine negativen Gedanken richten, ohne in sie hineinzuschlüpfen. Nimmst Du einen negativen Gedanken aus der Distanz wahr, wie eine Wolke am Himmel, dann erkennst Du, dass es nur ein Gedanke ist. Springst Du dagegen in die Wolke hinein, dann wirst Du zu diesem Gedanken selbst.
Vielleicht möchtest Du auch in eine unangenehme Emotion hineinspüren und einfach im Spüren bleiben. Es kann ebenso sein, dass Du nur Deine körperlichen Empfindungen wahrnimmst und langsam Ruhe in Dir einkehrt. Zazen bringt Körper, Astralkörper (auch: den Ort der Gefühle und Emotionen) und Geist in eine Balance. Im Zustand des Zen stehen alle drei Dimensionen im Gleichgewicht, während Du vollständig im Hier und Jetzt verankert bist.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Üben von Zazen und möchte Dir einen Zen-Meister nennen: Jinen Nagai aus Japan. Wenn Du auf YouTube nach "Zen Master Jinen" suchst, findest Du zu seinen Lehren.
Die Frage, die alles verändern kann
Der heutige Artikel war eine kleine Reise in einen tiefen Kaninchenbau. Stell Dir selbst einmal die Frage: Was wäre, wenn die Menschen, denen ich im Alltag begegne und deren Verhalten ich nicht sofort verstehe, mir damit zeigen, welches Leid sie mit sich herumtragen? Vielleicht ist das sogar eine Schlüsselfrage, um mehr Verständnis für- und miteinander in unserer Welt zu kultivieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Lehrer und Schüler in einem sind. Und noch mehr bin ich davon überzeugt, dass das Lernen niemals aufhört und wir uns beständig in beiden Zuständen zugleich befinden. Jeder Schüler kann den Lehrer mit einer neuen Herausforderung konfrontieren, und jeder Lehrer kann dem Schüler einen wertvollen Impuls geben.
Einer meiner besten Freunde hat einmal gesagt: „Wenn ich einen Menschen wahrnehme, dann nehme ich seine Persönlichkeit wahr und gehe flexibel auf ihn ein. Ich habe schon viele Menschen erlebt, die sich gegenseitig verachten. Es braucht aus meiner Perspektive viel mehr Toleranz auf unserer Welt." Von ihm stammen auch die Worte: „Wir sind gerade am Leben, und viele Menschen schlafen. Wach auf und lebe Dein Leben."
Mit diesen Worten wünsche ich Dir eine tolle Reise durch das Mysterium des Seins, in dem es so viel zu entdecken und zu erleben gibt.
Danke für Deine Zeit und bis bald,
Dein Florian 🌈



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