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Erlange die Meisterschaft über Deine Emotionen und Gefühle – Teil 3

  • Autorenbild: Florian Stotz
    Florian Stotz
  • 24. Aug. 2025
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Apr.

Eine Artikelserie als Reise aus dem emotionalen Gefängnis.


Stell Dir einmal vor, Du würdest in einer Welt leben in der Dir eine bunte Farbpalette voller Emotionen zur Verfügung steht. Außerdem hast Du zu jeder Zeit die Wahl, welche dieser Emotionen Du erleben und auf welche Art Du diese Emotionen ausdrücken könntest. Eine Welt in der Du unangenehme Emotionen wie Angst, Trauer und Hoffnungslosigkeit nur so lange spüren würdest, bis Du die Botschaft dieser Emotionen erkennst. Dann würdest Du in einer Welt leben, in der Du Deine Gefühle nicht verstecken müsstest. Stattdessen hättest Du einen Zugang zu allen Emotionen und Verhaltensweisen, die eine authentische Manifestation dessen sind, wer Du bist oder wer Du einmal sein möchtest. Wie würde Dein Leben aussehen, wenn Du nicht länger ein Gefangener Deiner Emotionen wärst, sondern der Regisseur Deiner inneren Welt?

 

Ein kurzer Ausreißer in einer der Grundlagenwerke des NLP

 

Im Laufe meines Lebens habe ich mich mit dem Buch „The emotional hostage“ von Leslie Cameron Bandler mehrmals auseinandergesetzt. Ihr verdanke ich das Grundgerüst für diese von mir aufbereitete Artikelserie. Von Anfang an war es für mir wichtig, die Ursprünge des Modells des NLP unter die Lupe zu nehmen. Manches Grundlagenwerk aus dem Modell des NLP war ziemlich technisch und selbstverständlicherweise an die amerikanische Kultur angepasst. Meine Inspiration ist seit jeher die Ursprünge des NLP anderen Menschen zugänglich zu machen. Mit dieser Artikelserie ersparst Du Dir als Leser einen großen Aufwand und bekommst die Essenz auf einem goldenen Teller serviert.

 

In einem meiner Workshops vermittle ich Dir zudem die passenden Strategien für ein emotional selbstbestimmtes Leben. Damit kannst Du Dir viele Stunden des mühevollen Lernens sparen und die Kraft Deines Unterbewusstseins in meinen Workshops selbst erfahren. Mit meinen Angeboten will ich zu einer Welt beitragen, in der emotionale Wahlfreiheit eine Fähigkeit ist, die möglichst viele Menschen besitzen. Denn mit emotionaler Wahlfreiheit kann man sich mit einem tieferen Gefühl von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen verbinden. Vielleicht möchtest Du aber auch eine ruhigere innere Haltung und ein stärkeres Charisma ausstrahlen. Jemand mit emotionaler Wahlfreiheit kann diese Zustände bewusst hervorrufen, denn Charme beispielsweise ist auch bewusst angewandtes Charisma. Auch wenn sich eine emotionale Wahlfreiheit für Dich verlockend anhört, ist diese meist mit einem Prozess des emotionalen Wachstums verbunden. Dort wo Wachstum existiert, finden sich sowohl angenehme als auch unangenehme Erfahrungen. Ich möchte Dir dies an dieser Stelle bewusst mitteilen, weil Veränderungsprozesse eben nicht nur romantisch, sondern auch manchmal mit Frustration verbunden sein können. Allerdings gibt es auch für die Frustration einen passenden Umgang, welcher Dir im späteren Verlauf der Artikelserie begegnen wird. Wie Du wahrnehmen kannst, habe ich viele Elemente berücksichtigt um Dir Deine Veränderungsreise so angenehm wie möglich zu machen.

 

Wie schwer fällt es Dir Deine Emotionen frei auszuwählen?


Für mich ist es schon seit vielen Jahren selbstverständlich, dass ich meine Emotionen offen kommuniziere und meine Emotionen als einen Kompass empfinde, welcher mir deutlich mitteilt was gerade in meinem Leben los ist und welche Veränderung für mich ansteht. Wenn ich schlechte Laune habe, dann behalte ich diese schlechte Laune bei mir weil ich weiß, dass es wahrscheinlich ein Thema in mir gibt, welches mich beschäftigt. Umso erstaunter war ich, dass diese für mich selbstverständlichen Eigenschaften für viele Männer komplettes Neuland sind.


Viele Menschen wissen meist rational, dass es viele Möglichkeiten gibt, wie sie menschlich sein könnten. Vielleicht kennst Du die folgende Erfahrung: Du sehnst Dich nach Veränderung in Deinem Leben, aber fällst oft in alte Muster zurück. Ein Bestandteil vieler moderner Kulturen ist es, dass es bestimmte Emotionen gibt, die wir als Menschen in unserer Gesellschaft nicht fühlen oder ausdrücken sollen. Trotzdem sind diese Emotionen da und wir Menschen sehnen uns oft danach, diese Emotionen frei ausdrücken zu können. Und wie steht es mit unserer Entwicklung im Umgang mit unseren Emotionen? Meist ist diese Entwicklung zufällig und viele Emotionen werden darauf reduziert, uns erkennen zu lassen wann wir ein gefährliches Minenfeld betreten könnten. Wenn es Dir schwer fällt Deine Emotionen frei zu wählen, zeigt das meist nur, dass Du noch nicht gelernt hast Dich in der Welt Deiner Emotionen heimisch zu fühlen. Wie Du die Welt Deiner Emotionen für Dich in Zukunft stimmiger nutzen kannst, lernst Du in dieser Artikelserie.

 

Welche Ausreden nutzen wir für unsere Emotionen und was steckt hinter unseren Ausreden?

 

Bestimmt kennst Du Sätze wie:

 

  • „Ich war halt nervös“

  • „Ich konnte nicht anders ich war wütend!“

  • „Das ich mich so fühle ist die Schuld meines Gegenübers“

 

Hinter solchen Aussagen stecken oft Emotionen, die wir als Begründung für unser Verhalten heranziehen. Anstatt uns den dahinterliegenden Emotionen zu widmen und damit unser persönliches Wachstum zu nähren, vermeiden wir den tieferen Kontakt mit uns selbst. In einem meiner sozialen Experimente habe ich mehrere Menschen gefragt, was sie wirklich im Leben erreichen wollen. Hinter vermeintlich wichtigen und materiellen Dingen steckten oft Emotionen wie Glück, Geduld, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Disziplin. Und selbst Ziele wie „Ski fahren lernen“, „pünktlich sein“ oder „eine bessere Arbeit finden“ hängen oft von inneren Zuständen ab wie dem überwinden von Angst, Verantwortung zu fühlen und Selbstbewusstsein zu entwickeln.


 

Wie beeinflussen Emotionen das Verhalten?

 

Es gibt Situationen im Leben, in denen man die Abwesenheit bestimmter Emotionen sehr begrüßen würde. Unsere Emotionen beeinflussen maßgeblich unser Verhalten in unseren Lebenssituationen. Hast Du Dich beispielsweise schon einmal vor einem Vortrag so sehr gefürchtet, dass Du Dich nur darauf konzentriert hast, wie Du den Vortrag hinter Dich bringen kannst anstatt einen großartigen Vortrag vorzubereiten und zu halten? Anhand von diesem Beispiel möchte ich Dir verdeutlichen, dass Emotionen oft das eigene Verhalten steuern.

 

Obwohl bereits wissenschaftlich belegt ist, wie stark unsere Emotionen auch unser Verhalten beeinflussen, ignorieren viele Menschen ihre Emotionen und fokussieren sich primär auf äußere Kriterien wie Kleider, Auftreten, Händedruck und einem „Dress for Success“. Was viele Menschen allerdings nicht beachten ist, dass ohne innere Stabilität gleichzeitig eine innere Diskrepanz entsteht. Ein Lächeln nach außen verbirgt in den wenigsten Fällen eine innere, brodelnden Unsicherheit. Solche Fassaden aus „vorgespieltem Selbstbewusstsein“ lassen den dabei innerlich entstehenden Vulkan früher oder später ausbrechen. Zu meinen Zeiten als Trainer in einer Stadtwerke bei Heidelberg begegnete ich vielen Managern mit einer Mauer aus Fassaden, die sie selbst im Privatleben trugen. Einige dieser Manager besuchten nicht nur einmal eine psychiatrische Anstalt.  Dies sollte Dir die dramatischen Wirkungen aufzeigen, welche ein innerlich brodelnder Vulkan mit sich bringen kann.

 

Was bedeutet emotionale Wahlfreiheit?

 

Aus meiner Perspektive geht es bei einer emotionalen Wahlfreiheit nicht darum, Dich immer zwanghaft „positiv“ zu verhalten. Genauso wenig halte ich von dem amerikanischen „positive thinking“. Ich behaupte es ist sogar schädlich, wenn Du eine für Dich belastende Lebensphase mit positiven Gedanken wie einen Weihnachtsbaum mit bunten Lichterketten schmückst. Wäre es nicht absurd, den Verlust eines Dir geliebten Menschen mit positiven Gedanken zu schmücken, während in Dir die Emotion von Trauer wie ein schlummernder Riese existiert?


Emotionale Wahlfreiheit ist die Fähigkeit, Deine Emotionen bewusst auszuwählen und Mittel zu besitzen, diese Auswahl an Emotionen auch tatsächlich in der jeweiligen Erfahrung zu verwirklichen. Das bedeutet nicht nur danach zu streben, Dich auf eine bestimmte Weise zu fühlen, sondern auch wirksame Wege zu kennen, um die gewünschten Emotionen hervorzurufen. Zusammengefasst umfasst eine emotionale Wahlfreiheit:


  • Die Fähigkeit gezielt bestimmte Emotionen auszuwählen

  • und Mittel zu haben diese Emotionen zuverlässig hervorzurufen


um eine neue Bandbreite von Emotions- und Verhaltensmöglichkeiten für Dich zu gewinnen. Damit ist die emotionale Wahlfreiheit nicht nur der Wunsch danach bestimmte Emotionen zu fühlen, sondern die Fähigkeit diese Emotionen auch zum gewünschten Zeitpunkt zu erleben. Dies führt vor allem dazu, dass Du ein emotional erfüllteres Leben erfahren kannst.

 

Woran erkennst Du, dass Deine emotionale Wahlfreiheit eingeschränkt ist?

 

Eine eingeschränkte emotionale Wahlfreiheit kannst Du an drei typischen Mustern erkennen:


  1. Chronisch lähmende Emotionen: Du reagierst oft mit Hilflosigkeit, Scham, Einsamkeit, Wut oder Frustration. In manchen Fällen reicht schon ein Kontoauszug oder ein Kommentar als Trigger aus, um eine "negative" Emotionen in Dir auszulösen

  2. Ein ungesunder Umgang mit „unerträglichen“ Emotionen: Gefühle wie Schüchternheit, Einsamkeit, Angst oder Schuld führen zu Rückzug, Aggression oder Sucht

  3. Schuld und Scham über bestimmte Gefühle: Du glaubst es sei „falsch“ Emotionen wie Ärger, Neid, Lust oder Verlangen zu fühlen und schämst Dich vielleicht sogar dafür, wenn diese Emotionen auftauchen


Kommt Dir eines dieser drei Muster vielleicht bekannt vor? Falls ja, ist diese Artikelserie Dein Weg hin zur emotionalen Wahlfreiheit.


Wie gehen Menschen mit der Fähigkeit zur emotionalen Wahlfreiheit mit Lebenssituationen um?

 

Es gibt einige Menschen die scheinbar jede Herausforderung in ihrem Leben mit Leichtigkeit begegnen. Sogar in den dunkelsten Momenten ihres Lebens können sie wie strahlende Sonnenblumen an ihren Herausforderungen wachsen. Viele dieser Menschen erfüllen vor allem zwei Kriterien:

 

  • Sie haben einen Zugang zu einer breiten Farbpalette an Emotionen. Wenn eine unangenehme Emotion auftaucht, bleiben sie selten in dieser stecken. Auch wenn eine unangenehme Emotion mehr ist als ein verdorbenes Essen, erlaube ich mir diesen Vergleich: Würdest Du ein verdorbenes Essen weiter verzehren, wenn Du aufgrund eines Salmonellen Befalls im Essen noch stärkere Magenschmerzen bekommen würdest?

  • Sie sehen ihre Emotionen, unangenehm wie angenehm, als Botschaften und Wegweiser ihres Lebens, nicht als feindliche Angriffe. Anhand ihrer Emotionen messen sie den Puls ihres Wohlbefindens und justieren bewusst ihre Aufmerksamkeit und ihr Verhalten


Wir kommen am Rastplatz unserer Reise aus dem emotionalen Gefängnis an

 

Wie kannst Du jetzt schon die Reise Deiner emotionale Wahlfreiheit beginnen? Aus meiner Perspektive beginnt der Weg sofort, wenn Du


  • erkennst, dass Du ein viel breiteres Spektrum an Emotionen erfahren kannst

  • und verstehst was Deine Emotionen Dir mitteilen wollen

 

Der goldene Schlüssel zum Reich Deiner Emotionen ist, dass Deine Emotionen Dir etwas mitteilen wollen. Und wenn Du lernst, ihnen zuzuhören statt ihnen ausgeliefert zu sein, beginnst Du Dein Leben von innen heraus mit Eigenverantwortung zu gestalten. Glücklicherweise lernst Du genau das in dieser Artikelserie. In meinen Workshops vermittle ich Dir ebenfalls die Fähigkeit der emotionalen Wahlfreiheit für Dein Leben. Lehn Dich also zurück, denn es gilt: You die, while I try.


Danke für Deine Zeit und bis bald,


Dein Florian 🌈

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