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Die Sehnsucht des Gehirns 1: Warum wir Ekstase suchen

Autorenbild: Florian Stotz
Florian Stotz
vor 4 Tagen
9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Über Rausch und Tanz, über kollektive Feste, die Erlebniskonserven unseres Lebens und das, was der Orgasmus über unseren Alltag verrät.


Jedes Jahr pilgern Hunderttausende Menschen zu Techno-Festivals, wo sie tagelang zu wummernden Bässen tanzen. In Köln und Mainz verwandeln sich ganze Städte im Karneval in ein einziges großes Fest. In Fußballstadien liegen sich fremde Menschen nach einem Tor in den Armen und schreien vor Glück. Und in Klöstern auf der ganzen Welt singen Mönche stundenlang dieselben Verse, bis sich ihr Bewusstsein verändert. So verschieden diese Szenen auch sind, sie haben etwas gemeinsam. Überall suchen Menschen einen Zustand, in dem sie für einen Moment über sich hinauswachsen. Das griechische Wort dafür lautet Ekstase, abgeleitet von ékstasis, was so viel bedeutet wie aus sich heraustreten. Es scheint, als hätte jede Kultur der Menschheitsgeschichte Wege gefunden, diesen Zustand herbeizuführen. Doch warum eigentlich? Warum sucht unser Gehirn so beharrlich nach dem Ausnahmezustand?


Was im Gehirn geschieht


Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten einiges darüber herausgefunden, was in ekstatischen Momenten in unserem Kopf passiert. Ein einzelnes Ekstase-Zentrum gibt es nicht. Es ist eher ein Zusammenspiel mehrerer Systeme. Da ist zunächst das Belohnungssystem mit dem Botenstoff Dopamin. Der Neurowissenschaftler Wolfram Schultz hat gezeigt, dass Dopamin weniger für den Genuss selbst zuständig ist als für die Vorfreude und die Erwartung. Es treibt uns an, nach dem nächsten intensiven Erlebnis zu suchen. Deshalb kribbelt es schon Tage vor einem Festival. Dann sind da die körpereigenen Opioide und Cannabinoide. Wer schon einmal lange gelaufen ist, kennt vielleicht das sogenannte Runner’s High, diesen Moment, in dem der Körper plötzlich leicht wird und die Stimmung euphorisch. Lange schrieb man das allein den Endorphinen zu. Forscher am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim konnten 2015 jedoch an Mäusen zeigen, dass auch körpereigene Cannabinoide daran beteiligt sind.


Und schließlich geschieht etwas, das man fast als Stille im Kopf beschreiben könnte. Der Neurowissenschaftler Arne Dietrich hat dafür den Begriff der vorübergehenden Hypofrontalität geprägt. In intensiven Zuständen fährt der vordere Teil unseres Gehirns seine Aktivität zurück, also der Bereich, der plant, kontrolliert und bewertet. Der innere Kritiker verstummt, das Zeitgefühl verschwimmt und das Ich tritt in den Hintergrund. Ähnliches zeigt die Forschung zum sogenannten Default Mode Network, dem Netzwerk, das aktiv ist, wenn wir grübeln und über uns selbst nachdenken. In tiefer Meditation und in anderen außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen wird dieses Netzwerk deutlich ruhiger. Hier liegt vielleicht der tiefste Grund für unsere Sehnsucht nach Ekstase. Psychologen der Harvard University haben 2010 mit einer großen Studie gezeigt, dass Menschen fast die Hälfte ihrer wachen Zeit mit den Gedanken woanders sind. Und sie fanden heraus, dass Menschen mit wandernden Gedanken im Durchschnitt unglücklicher sind. Der Titel ihrer Studie lautete sinngemäß: Ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist. Ekstase ist der Zustand, in dem dieser wandernde Geist für einen Moment ganz zur Ruhe kommt und wir vollständig im Erleben aufgehen.


Warum Ekstase gemeinsam stärker ist


Bemerkenswert ist, wie oft Ekstase ein gemeinsames Erlebnis ist. Der französische Soziologe Émile Durkheim hat schon vor über hundert Jahren von kollektiver Efferveszenz gesprochen, also von einem gemeinsamen Aufschäumen der Gefühle. Wenn Menschen zusammenkommen, gemeinsam singen, tanzen oder feiern, entsteht eine Energie, die größer ist als die Summe der Einzelnen. Der Oxforder Psychologe Robin Dunbar und sein Team haben dieses Phänomen genauer untersucht. In einer Studie mit einer sogenannten Silent Disco tanzten Menschen mit Kopfhörern zu Musik. Wenn sie ihre Bewegungen synchron ausführten, stieg ihre Schmerztoleranz deutlich an, ein Hinweis auf die Ausschüttung körpereigener Opioide. Und sie fühlten sich den anderen Tänzern danach enger verbunden. Gemeinsame Bewegung im gleichen Rhythmus scheint also zu den ältesten Werkzeugen zu gehören, mit denen Menschen Gemeinschaft erschaffen.


Auch soziologisch betrachtet ergibt das viel Sinn. Viele Kulturen haben Feste geschaffen, an denen die üblichen Regeln für eine Weile aufgehoben sind. Der Karneval ist dafür das bekannteste Beispiel bei uns. Für ein paar Tage dürfen Menschen verrückt sein, sich verkleiden, laut sein und über die Obrigkeit lachen. Man könnte das als eine Art kollektives Ausrasten bezeichnen, natürlich in Anführungszeichen. Solche Feste wirken wie ein Ventil, durch das sich Gefühle entladen können, die sich im Alltag angestaut haben. Die amerikanische Autorin Barbara Ehrenreich hat in ihrem Buch über die Geschichte der kollektiven Freude beschrieben, wie solche Feste über Jahrhunderte zurückgedrängt wurden. Vielleicht erklärt das auch, warum Festivals heute so boomen. Die Sehnsucht nach dem gemeinsamen Ausnahmezustand ist nie verschwunden.


Erlebniskonserven und zwei Wege zur Intensität


Der Sexualtherapeut László Németh hat aus seiner jahrzehntelangen Praxis ein Modell entwickelt, das unsere Sehnsucht nach Ekstase auf eine besondere Weise erklärt. Es ist seine klinische These und keine gesicherte Lehrmeinung der Neurowissenschaft. Trotzdem lohnt sich ein Blick darauf, denn es öffnet eine spannende Perspektive. Németh spricht von sogenannten Erlebniskonserven. Gemeint sind emotionale Eindrücke, die sich im Lauf unseres Lebens in uns ansammeln. Das können positive Erlebnisse sein, etwa intensive Momente mit Freunden, Lachen, Berührung, Musik und Begegnungen. Es können aber auch negative Erlebnisse sein, etwa Angst, Wut, Kränkung oder Trauer. Nach Németh laden all diese Erlebnisse unser System emotional auf. Und diese Aufladung drängt irgendwann nach Entladung, im besten Fall in einem Zustand, in dem das Gehirn für einen Moment loslässt.


Daraus ergibt sich ein Gedanke, der sehr viel erklärt. Es gibt zwei Wege, wie Menschen ihr inneres System intensiv aufladen. Der eine führt über positive Zustände wie soziales Miteinander, Freude, Kreativität, Tanz und Natur. Der andere führt über negative Zustände wie Drama, Konflikte, Streit und das Wiedererleben heftiger Gefühle. Beide Wege erzeugen Intensität, und beide können sich lebendig anfühlen. Vielleicht kennst Du Menschen, die immer wieder in dieselben dramatischen Situationen geraten. Ihre Beziehungen sind ein ständiges Auf und Ab, und Ruhe scheint sie fast nervös zu machen. Von außen fragt man sich, warum sie sich das antun. Aus dieser Perspektive betrachtet suchen sie vielleicht genau diese Intensität, weil sie den positiven Weg dorthin nie gelernt haben. Der Psychologe Paul Rozin von der University of Pennsylvania hat in diesem Zusammenhang von gutartigem Masochismus gesprochen. Wir genießen scharfes Essen, traurige Filme und Horrorgeschichten, weil wir intensive negative Gefühle in einem sicheren Rahmen erleben können.


An dieser Stelle ist mir eine Klarstellung wichtig. Eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung sucht sich niemand aus. Sie ist keine Strategie, um Intensität zu erleben, sondern eine Erkrankung, die Behandlung verdient, wie ich in meiner Serie über psychische Erkrankungen beschrieben habe. Was Németh beschreibt, bezieht sich eher auf Muster, in die wir alle hineinrutschen können, wenn die gesunden Wege zur Intensität fehlen. Wenn diese gesunden Wege dauerhaft fehlen, entwickeln Menschen nach Németh Ersatzsysteme. Das kann der Rausch durch Alkohol oder Drogen sein, aber auch zwanghaftes Spielen, Kaufen oder eine Sexualität mit suchtähnlichem Charakter. Das Tückische an solchen Ersatzsystemen ist, dass sie mit der Zeit immer weniger befriedigen. Man braucht immer mehr davon, um denselben Effekt zu spüren. Die Suchtforschung kennt dieses Phänomen als Toleranzentwicklung. Wer meinen Artikel über Sucht gelesen hat, erkennt hier den Kreislauf wieder.


Was der Orgasmus über unser Leben verrät


Besonders interessant wird Némeths Modell, wenn es um die Sexualität geht. Für ihn ist der Orgasmus vor allem ein Ereignis im Gehirn. Er beschreibt ihn als einen Moment, in dem das Gehirn kurz die Kontrolle abgibt und sich danach in einen Zustand tiefer Ruhe begibt. In diesem Moment entladen sich nach seiner Ansicht die Erlebniskonserven, die sich in uns angesammelt haben. Sie bereiten den orgastischen Zustand vor und machen ihn überhaupt erst möglich. Die Hirnforschung stützt zumindest einen Teil dieses Bildes. Der niederländische Neurowissenschaftler Janniko Georgiadis von der Universität Groningen hat mit bildgebenden Verfahren gezeigt, dass beim Orgasmus Bereiche im vorderen Gehirn ihre Aktivität verringern, die mit Kontrolle und Bewertung zu tun haben. Der Orgasmus ist also tatsächlich ein Moment des Loslassens. Und genau deshalb fällt er vielen Menschen schwer, wenn sie gestresst, ängstlich oder innerlich angespannt sind. Die kanadische Forscherin Lori Brotto von der University of British Columbia hat gezeigt, dass Achtsamkeitstraining Frauen mit sexuellen Schwierigkeiten deutlich helfen kann. Wer lernt, im Moment zu sein, kann sich leichter hingeben.


Daraus ergibt sich ein Gedanke, der weit über das Schlafzimmer hinausreicht. Wenn die Intensität unserer Lebenserfahrungen mitbestimmt, wie leicht oder wie schwer uns die Hingabe fällt, dann ist der Orgasmus auch ein Spiegel unseres Alltags. Er kann uns Hinweise darauf geben, wie wir momentan leben. Gönnen wir uns genug intensive und freudvolle Erlebnisse? Haben wir Menschen, mit denen wir lachen und unsere Gefühle teilen können? Gehen wir freundlich mit uns selbst um, oder stehen wir unter Dauerspannung? Natürlich gilt auch hier eine wichtige Einschränkung. Sexuelle Schwierigkeiten können viele Ursachen haben, auch körperliche wie hormonelle Veränderungen, Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Wer dauerhaft Probleme hat, sollte das ärztlich abklären lassen. Doch neben dem Körper lohnt sich immer auch der Blick auf das ganze Leben.


Gefühle brauchen Ausdruck


Wenn es eine zentrale Botschaft dieses Artikels gibt, dann diese. Gefühle wollen ausgedrückt werden. Ob das in einem kreativen Ausdruck geschieht, im Sport, beim Tanzen oder in einer schönen Zeit mit anderen Menschen, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass sie einen Weg nach draußen finden, statt sich in uns anzustauen. Bei den negativen Gefühlen lohnt sich allerdings ein genauerer Blick. Viele Menschen glauben, dass man Wut am besten loswird, indem man auf einen Sandsack einschlägt oder laut schreit. Die Forschung sieht das differenzierter. Der Psychologe Brad Bushman hat gezeigt, dass reines Abreagieren die Wut oft sogar verstärkt, statt sie zu lösen. Was dagegen nachweislich hilft, ist Bewegung, die den Körper fordert und gleichzeitig beruhigt. Ausdauersport, Schwimmen, Tanzen oder Kampfsport mit Achtsamkeit bauen Stresshormone ab und bringen das Nervensystem zurück ins Gleichgewicht.


Es geht also weniger darum, die Wut herauszuprügeln, als darum sie durch den Körper fließen zu lassen und dann loszulassen. Bei den positiven Gefühlen ist es fast noch einfacher. Sie wachsen, wenn wir sie teilen. Gemeinsames Lachen, Singen, Tanzen und Feiern laden unser System auf eine Weise auf die uns nährt, statt uns zu erschöpfen. Wer meinen Artikel über den tanzenden Buddha kennt, weiß wie viel Lebendigkeit in solchen Momenten steckt.


Fragen für Dich


Vielleicht möchtest Du nach diesem Artikel einen ehrlichen Blick auf Dein eigenes Leben werfen. Diese Fragen können Dir dabei helfen. Wann warst Du das letzte Mal so richtig außer Dir, und zwar im positiven Sinne? Auf welchem Weg lädt sich Dein Leben gerade vor allem auf, eher über Freude und Begegnung oder eher über Stress und Drama? Welche Gefühle hast Du in letzter Zeit zurückgehalten, und wo könnten sie einen gesunden Ausdruck finden? Und mit welchen Menschen kannst Du so richtig feiern, lachen und loslassen?


Der Trend zu psychedelischen Erfahrungen


Eine Form der Ekstase erlebt in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Immer mehr Menschen reisen nach Südamerika oder besuchen Zeremonien in Europa, um Ayahuasca zu trinken. Das ist ein traditioneller Pflanzensud aus dem Amazonasgebiet, der einen tiefgreifend veränderten Bewusstseinszustand hervorruft. Auch Psilocybin aus sogenannten Zauberpilzen oder Substanzen wie LSD und MDMA rücken immer stärker in den Blick der Forschung und der Öffentlichkeit. Viele Menschen berichten von Erfahrungen, die zu den bedeutsamsten ihres Lebens gehören. Was macht diese Erfahrungen so besonders? Sie führen oft genau in den Zustand, den wir weiter oben beschrieben haben. Der innere Kritiker verstummt, das Ich tritt zurück und die Grenze zwischen Selbst und Welt wird durchlässig. Manche Menschen sehen ihr eigenes Leben plötzlich von außen. Andere erleben eine tiefe Verbundenheit oder begegnen Gefühlen, die sie jahrelang weggeschoben haben.


In einem Gespräch über psychedelische Therapie hat ein Forscher aus der Schweiz einen Punkt betont, der mir besonders wichtig erscheint. Die Erfahrung selbst kann wertvoll sein, aber sie allein genügt nicht. Entscheidend ist, wo ein Mensch gerade in seinem Leben steht. Ist er bereits gut reflektiert, oder muss er das erst noch lernen? Und vor allem muss die Erfahrung in eine Psychotherapie eingebettet sein. Es muss darüber gesprochen und reflektiert werden. Erst dann kann aus der Erfahrung eine neue innere Zentriertheit entstehen, eine Art Revision des eigenen Selbst. Und nur so kann sie wirklich wirksam sein. Dieser Gedanke deckt sich mit dem, was die Forschung seit Jahrzehnten unter dem Begriff Set und Setting beschreibt. Mit dem Set ist die innere Verfassung eines Menschen gemeint, also seine Erwartungen, seine Stimmung und seine Lebenssituation. Das Setting ist die äußere Umgebung, also der Ort, die Menschen und die Begleitung. Beides prägt eine psychedelische Erfahrung mindestens so stark wie die Substanz selbst. Danach folgt die Integration, also die oft lange Arbeit, das Erlebte in den eigenen Alltag zu übertragen. Ohne diese Integration verblasst selbst die eindrücklichste Erfahrung oft schnell, oder sie verwirrt mehr, als sie hilft.


Der Forscher sprach auch über den wissenschaftlichen Stand. Es gibt inzwischen sehr gut gemachte Studien, die in Spitzenjournalen veröffentlicht wurden. Doch für eine reguläre Zulassung als Medikament verlangen Behörden wie die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic Studien mit sehr viel mehr Teilnehmern, in der Größenordnung von tausend oder zweitausend Menschen. Diese großen Studien fehlen bisher. Auch die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat 2024 eine Zulassung der MDMA-gestützten Therapie abgelehnt und weitere Daten gefordert. Die Forschung ist also vielversprechend, aber sie steht noch am Anfang. Gerade weil Ayahuasca so im Trend liegt, ist hier eine deutliche Warnung nötig. Die Substanz ist in Deutschland verboten, und die Wirkung kann körperlich und seelisch sehr heftig sein. Für Menschen die bestimmte Antidepressiva oder andere Medikamente einnehmen, können gefährliche Wechselwirkungen entstehen. Wer eine Veranlagung zu Psychosen oder bipolaren Störungen hat, kann durch solche Erfahrungen schwer erkranken. Herzkranke tragen ein zusätzliches Risiko.


Hinzu kommt, dass der Markt der Zeremonien und Retreats kaum reguliert ist. Neben ernsthaften Begleitern gibt es auch unseriöse Anbieter, und immer wieder wird über Machtmissbrauch in solchen Kreisen berichtet. Psychedelische Erfahrungen sind also keine Abkürzung zur Erleuchtung und keine schnelle Lösung für seelische Probleme. Im besten Fall öffnen sie eine Tür, durch die ein Mensch mit guter Vorbereitung, kompetenter Begleitung und sorgfältiger Integration gehen kann. Ohne diesen Rahmen werden sie leicht zu einem weiteren Ersatzsystem, das die nächste Intensität verspricht, statt zu verändern, wie wir leben. Wer meinen Artikel über Zustand, Scham und Rekonsolidierung gelesen hat, findet dort mehr über die therapeutische Seite dieser Forschung.


Zum Schluss


Unser Gehirn sucht Ekstase, weil es nicht nur zum Denken gemacht ist, sondern auch zum Loslassen. In ekstatischen Momenten verstummt der innere Kritiker, wir fühlen uns mit anderen verbunden und erleben uns für einen Augenblick größer als unser kleines Ich. Die Frage ist nicht, ob wir diesen Zustand suchen. Die Frage ist, auf welchem Weg wir ihn suchen. Wer seinem Leben genug Freude, Begegnung, Bewegung und Ausdruck schenkt, braucht weder Drama noch Ersatzsysteme. Er findet die Ekstase im Tanz, im Lachen mit Freunden, in der Natur und in der Hingabe an einen geliebten Menschen.


Doch nach jedem Fest kommt die Stille. Und in dieser Stille taucht eine andere, leisere Sehnsucht auf, nämlich die Frage nach dem Sinn. Darum geht es im zweiten Teil dieser Serie. Ich wünsche Dir viel Freude auf Deiner weiteren Reise.


Danke für Deine Zeit und bis bald,


Dein Florian 🌈

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