Der Topf in der Mitte

Über Freundschaft, über Tiefe und über die Kunst, Menschen zu begegnen.
Stell Dir einen runden Tisch vor, an dem ein paar Menschen sitzen. In der Mitte steht ein großer Topf. Jeder am Tisch legt etwas hinein, das ihm wichtig ist. Der eine bringt eine Erfahrung aus seinem Beruf mit und der andere ein Buch, das ihn bewegt hat. Eine dritte erzählt von einer Reise, und ein vierter teilt eine Frage, auf die er keine Antwort findet. Manche dieser Beiträge passen zusammen und andere widersprechen sich. Doch am Ende schauen alle gemeinsam in den Topf und sortieren und wägen ab. Und plötzlich sieht jeder ein wenig klarer als vorher. Für mich ist dieses Bild eine der schönsten Beschreibungen von Freundschaft. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt mit seinen eigenen Erfahrungen und Überzeugungen und seiner eigenen Art, die Dinge zu sehen. Korzybski hat das mit dem Satz beschrieben, dass die Landkarte nicht die Landschaft ist. Jeder von uns trägt eine andere Landkarte in sich. In einer Freundschaft legen wir unsere Karten nebeneinander, und daraus entsteht ein reicheres Bild der Welt, als einer allein es je zeichnen könnte. Der Physiker David Bohm hat in seinem späten Werk über den Dialog etwas sehr Ähnliches beschrieben. In einem echten Dialog geht es nicht darum, den anderen zu überzeugen oder recht zu behalten. Es geht darum, dass etwas Neues entsteht, das keiner der Beteiligten allein hätte denken können. Genau das geschieht am Tisch mit dem Topf.
Was eine Freundschaft ausmacht
Wenn ich darüber nachdenke, was eine Freundschaft für mich ausmacht, dann kommen mir zuerst die gemeinsamen Erlebnisse in den Sinn. Freundschaft entsteht nicht aus Absichtserklärungen, sondern aus geteilter Zeit. Es sind die Abende, an denen man bis tief in die Nacht redet, die Wanderungen und Reisen und die kleinen Abenteuer. Es sind die Momente, in denen man zusammen gelacht hat, bis einem die Tränen kamen. Mit jedem gemeinsamen Erlebnis wächst ein Schatz an Erinnerungen, auf den beide zurückgreifen können. Dazu gehört echtes Interesse am anderen Menschen. Ein Freund will wissen, wie es Dir wirklich geht und was Dich gerade beschäftigt und was Dich begeistert. Er fragt nach und hört zu. Und er erinnert sich beim nächsten Treffen daran, was Du ihm erzählt hast. Dann ist da das gemeinsame Erkunden. Freunde entdecken zusammen die Welt, neue Orte und neue Ideen, neue Bücher und neue Erfahrungen. Sie probieren gemeinsam Dinge aus, die sie allein vielleicht nie gewagt hätten. In einer guten Freundschaft wird die Welt größer.
Ein wichtiger Baustein sind ähnliche Werte und Anschauungen. Wer in grundlegenden Fragen ähnlich denkt, etwa darüber, was im Leben wichtig ist und wie man mit anderen Menschen umgeht, findet leichter zueinander. Doch genauso wichtig ist für mich die Fähigkeit, verschiedene Meinungen zu haben und offen darüber zu sprechen. Eine Freundschaft, in der alle immer derselben Meinung sind, ist wie ein Topf, in den jeder dasselbe hineinlegt. Erst die Unterschiede machen den Austausch reich. Freunde dürfen sich widersprechen und streiten und herausfordern, ohne dass die Freundschaft dabei in Frage steht. Und schließlich gehört Tiefe dazu, also das, was ich im Artikel über ein gefühltes Leben als Intimität beschrieben habe. Ein echter Freund ist ein Mensch, dem man auch die dunklen Gedanken anvertrauen kann, ohne bewertet zu werden oder einen dummen Spruch zu bekommen. Er ist präsent und warm, auch wenn das Gesagte schwer ist.
Freundschaft bei schönem Wetter
Der griechische Philosoph Aristoteles hat schon vor über zweitausend Jahren drei Arten von Freundschaft unterschieden. Die erste ist die Freundschaft des Nutzens, bei der man sich gegenseitig hilft, etwa unter Kollegen oder Geschäftspartnern. Die zweite ist die Freundschaft der Freude, bei der man gern Zeit miteinander verbringt, weil es Spaß macht. Die dritte nannte er die Freundschaft der Tugend. Hier mögen sich zwei Menschen um ihrer selbst willen und wünschen dem anderen das Gute, ganz unabhängig davon, was sie selbst davon haben. Aristoteles war der Meinung, dass die ersten beiden Arten vergänglich sind. Wenn der Nutzen oder die Freude wegfällt, endet auch die Freundschaft. Nur die dritte Art hat Bestand.
Ich glaube, er hatte damit recht. Eine Freundschaft, die nur bei schönem Wetter funktioniert, die also nur dann toll ist, wenn alles rund läuft, trägt nicht. Der wahre Charakter einer Freundschaft zeigt sich in den schweren Momenten des Lebens. Er zeigt sich, wenn jemand seinen Job verliert oder sich trennt oder krank wird oder einen geliebten Menschen verliert. Dann zeigt sich, wer bleibt und wer sich meldet und wer einfach da ist. Zusammenhalt in schweren Zeiten ist für mich einer der wichtigsten Grundbausteine einer Freundschaft überhaupt. Der französische Philosoph Michel de Montaigne hat über seinen verstorbenen Freund Étienne de La Boétie einen der schönsten Sätze über Freundschaft geschrieben. Auf die Frage, warum er ihn so sehr geliebt habe, antwortete er nur: Weil er er war und weil ich ich war. Mehr Erklärung braucht eine tiefe Freundschaft nicht.
Was Dale Carnegie über Freundschaft lehrt
Im Jahr 1936 erschien ein Buch, das zu einem der meistverkauften Sachbücher der Geschichte wurde. Dale Carnegie schrieb »How to Win Friends and Influence People«, auf Deutsch »Wie man Freunde gewinnt«. Das Buch richtete sich ursprünglich an Geschäftsleute, und manche Kritiker werfen ihm vor, es lehre Techniken zur Beeinflussung. Doch wenn man es mit offenem Herzen liest, steckt darin eine tiefe Weisheit über menschliche Begegnung, die sich wunderbar auf echte Freundschaften übertragen lässt.
Carnegies wichtigster Gedanke ist zugleich sein einfachster. Interessiere Dich aufrichtig für andere Menschen. Er schreibt sinngemäß, dass man in zwei Monaten mehr Freunde gewinnt, wenn man sich für andere interessiert, als in zwei Jahren, wenn man versucht, andere für sich zu interessieren. Das klingt banal und doch handeln die meisten Menschen genau umgekehrt. Sie überlegen, wie sie wirken und was sie erzählen können und wie sie einen guten Eindruck machen. Dabei ist das stärkste Geschenk, das wir einem Menschen machen können, unsere echte Aufmerksamkeit. Ein zweiter Gedanke betrifft das Zuhören. Carnegie erzählt von einem Abendessen, bei dem er stundenlang einem Botaniker zuhörte und dabei kaum selbst etwas sagte. Am Ende des Abends erzählte der Mann allen, Carnegie sei ein ganz hervorragender Gesprächspartner. Gute Gespräche entstehen nicht durch brillante Beiträge, sondern durch echtes Zuhören.
Ein dritter Gedanke ist so schlicht wie wirkungsvoll. Merke Dir die Namen von Menschen und sprich mit ihnen über das, was sie interessiert. Für jeden Menschen ist sein eigener Name das schönste Wort, und ein Gespräch über seine Leidenschaften öffnet ihn mehr als jedes Kompliment. Carnegie rät außerdem, nicht zu kritisieren, nicht zu verurteilen und sich nicht zu beklagen. Stattdessen soll man aufrichtige Anerkennung geben. Wichtig ist ihm dabei das Wort aufrichtig. Er unterscheidet klar zwischen Anerkennung, die von Herzen kommt, und Schmeichelei, die nur einen Zweck verfolgt. Menschen spüren den Unterschied sehr genau.
Ein Prinzip, das mich besonders beschäftigt, betrifft den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten. Carnegie schreibt, dass man einen Streit nur gewinnen kann, indem man ihn vermeidet. Und er rät, die Meinung des anderen zu respektieren und niemals zu sagen, dass er unrecht hat. Hier möchte ich ihm teilweise widersprechen. In einer echten Freundschaft gehört der offene Widerspruch dazu, denn genau daraus entsteht der Reichtum im Topf. Doch die Haltung dahinter teile ich. Es geht nicht darum, recht zu behalten, sondern darum, gemeinsam klarer zu sehen. Ein Satz wie »Ich sehe das anders und erzähl mir mehr, wie Du darauf kommst« ist etwas völlig anderes als »Da liegst Du falsch«. Und wenn man selbst danebenlag, rät Carnegie, das schnell und offen zuzugeben. Wenige Dinge stärken eine Freundschaft so sehr wie ein ehrliches »Da hattest Du recht«.
Und schließlich rät Carnegie, anderen Menschen das Gefühl zu geben, wichtig zu sein, und zwar aufrichtig. In einer Freundschaft bedeutet das, dem anderen zu zeigen, dass er einen Platz in Deinem Leben hat und dass Du ihn vermissen würdest. All diese Prinzipien können zur Technik verkommen, wenn man sie ohne echtes Interesse anwendet. Dann werden sie zu Manipulation, und die meisten Menschen spüren das. Gelebt aus einer echten Haltung heraus sind sie dagegen nichts anderes als die Grundlagen jeder guten Begegnung.
Wie aus Bekannten Freunde werden
Viele Menschen fragen sich, warum es als Erwachsener so viel schwerer ist, neue Freunde zu finden als in der Schule oder im Studium. Die Forschung hat darauf eine einfache Antwort. Freundschaft braucht Zeit. Der Kommunikationswissenschaftler Jeffrey Hall hat untersucht, wie viele gemeinsame Stunden es braucht, bis aus einem Bekannten ein Freund wird. Nach seinen Ergebnissen sind es etwa fünfzig Stunden bis zu einer lockeren Freundschaft und rund neunzig Stunden bis zu einer echten Freundschaft. Für eine enge Freundschaft braucht es über zweihundert Stunden gemeinsam verbrachter Zeit.
In der Schule und im Studium haben wir diese Zeit ganz automatisch. Wir sehen dieselben Menschen jeden Tag, ohne dass wir uns verabreden müssen. Als Erwachsene müssen wir diese Zeit bewusst schaffen. Das bedeutet, dass Freundschaft auch eine Entscheidung ist. Man muss sich trauen, den ersten Schritt zu machen, und man muss dranbleiben. Der britische Anthropologe Robin Dunbar hat außerdem gezeigt, dass unsere Beziehungen in Kreisen angeordnet sind. Die meisten Menschen haben einen inneren Kreis von etwa fünf sehr engen Vertrauten. Dann folgen etwa fünfzehn gute Freunde und etwa fünfzig Freunde, mit denen man gern Zeit verbringt. Um diese Kreise herum liegen bis zu hundertfünfzig Menschen, die man wirklich kennt. Das zeigt, dass Freundschaft eine begrenzte Ressource ist. Wir können nicht mit jedem eng befreundet sein, und das müssen wir auch nicht.
Wie man Freundschaften pflegt
Eine Freundschaft ist wie ein Garten. Sie wächst nicht von allein, sondern braucht Pflege. Hier sind einige Gedanken, wie diese Pflege aussehen kann. Lade Freunde ein. Ein gemeinsames Essen bei Dir zu Hause oder in einem Restaurant gehört zu den ältesten Ritualen der Freundschaft. Am Tisch zu sitzen und zu essen und zu reden, verbindet Menschen auf eine Weise, die kaum etwas anderes schafft. Du musst dafür kein Sternekoch sein. Ein einfaches Essen mit offenem Herzen ist mehr wert als ein perfektes Menü. Melde Dich auch ohne Anlass. Viele Freundschaften schlafen ein, weil jeder darauf wartet, dass der andere sich meldet. Eine kurze Nachricht wie »Ich musste gerade an Dich denken« kostet wenig und bedeutet viel.
Schafft gemeinsame Rituale. Das kann ein fester Abend im Monat sein, ein jährlicher Ausflug oder ein gemeinsamer Sport. Rituale sorgen dafür, dass die Freundschaft auch in vollen Zeiten nicht untergeht. Freu Dich mit dem anderen. Die Psychologin Shelly Gable hat herausgefunden, dass Beziehungen weniger davon geprägt werden, wie wir in schweren Zeiten reagieren, als man vermuten würde. Mindestens genauso wichtig ist, wie wir auf gute Nachrichten reagieren. Wenn ein Freund Dir von einem Erfolg erzählt, dann frag nach und freu Dich ehrlich mit ihm. Ein begeistertes »Erzähl mir alles, wie hast Du das geschafft?« stärkt die Verbindung weit mehr als ein beiläufiges »Schön für Dich«.
Achte auf die kleinen Signale. Der Beziehungsforscher John Gottman hat beschrieben, dass Menschen ständig kleine Angebote zur Verbindung machen. Das kann eine Bemerkung über einen Vogel am Fenster sein, ein geteiltes Video oder eine beiläufige Frage. Ob wir uns diesen Angeboten zuwenden oder sie ignorieren, entscheidet langfristig über die Qualität einer Beziehung. Hier hilft das, was ich im Artikel über Sensory Acuity beschrieben habe, nämlich die feine Wahrnehmung für das, was der andere gerade braucht. Und sei da, wenn es schwer wird. Ruf an, wenn Du hörst, dass jemand eine schwere Zeit durchmacht. Bring Essen vorbei, wenn jemand krank ist. Biete konkrete Hilfe an, statt nur zu sagen »Melde Dich, wenn Du etwas brauchst«. In diesen Momenten wird aus einer Freundschaft des schönen Wetters eine Freundschaft, die trägt.
Männerfreundschaften
Im Artikel über ein gefühltes Leben habe ich beschrieben, dass viele Männer im Erwachsenenalter kaum noch enge Freundschaften haben. Der amerikanische Soziologe Geoffrey Greif hat dafür ein schönes Bild gefunden. Frauen pflegen Freundschaften oft von Angesicht zu Angesicht, also im direkten Gespräch. Männer pflegen sie dagegen eher Schulter an Schulter, also bei gemeinsamen Aktivitäten wie Sport, Handwerk oder einem Fußballspiel.
Beides hat seinen Wert, denn gemeinsame Aktivitäten schaffen Nähe und Vertrauen.
Doch viele Männer bleiben bei der Aktivität stehen und kommen nie zu den Gesprächen, die eine Freundschaft wirklich tief machen. Mein Rat an Männer lautet deshalb, das gemeinsame Tun als Tür zu nutzen. Nach dem Training ein Bier trinken und dabei nicht nur über das Spiel reden, sondern auch über das, was einen wirklich beschäftigt. Oft braucht es nur einen, der den Anfang macht, und plötzlich öffnet sich ein Raum, den beide lange vermisst haben.
Wo man neue Menschen kennenlernt
Viele Menschen wünschen sich neue Freunde und wissen nicht, wo sie sie finden sollen. Die Sozialpsychologie gibt hier einen wichtigen Hinweis. Schon in den 1950er Jahren hat der Psychologe Leon Festinger in einer Wohnsiedlung beobachtet, dass sich Freundschaften vor allem zwischen Menschen bildeten, die sich zufällig und regelmäßig begegneten. Wer am Treppenhaus wohnte, hatte mehr Freunde. Freundschaft entsteht also dort, wo wir dieselben Menschen immer wieder treffen.
Das bedeutet, dass einmalige Veranstaltungen selten zu Freundschaften führen. Viel wirksamer sind Orte, an die man regelmäßig zurückkehrt. Das kann ein Sportverein sein, ein Yogakurs oder eine Kampfkunstschule, ein Chor, ein Lesekreis oder eine Theatergruppe. Auch ein Ehrenamt ist ein wunderbarer Ort, weil man dort mit Menschen zusammenkommt, die ähnliche Werte teilen. Volkshochschulkurse, Sprachcafés und Gruppen für gemeinsame Interessen bieten ebenfalls viele Möglichkeiten. Und manchmal ist es einfach der regelmäßige Besuch auf dem Wochenmarkt oder im selben Café, bei dem man irgendwann mit den gleichen Gesichtern ins Gespräch kommt. Der wichtigste Schritt ist aber ein innerer. Geh offen und neugierig auf Menschen zu. Interessiere Dich für sie, so wie Carnegie es beschreibt. Und trau Dich, aus einer netten Begegnung eine Verabredung zu machen. Ein einfaches »Hast Du Lust, nächste Woche mal einen Kaffee zu trinken?« ist oft der Anfang von etwas, das ein Leben lang hält.
Was Freundschaft mit Liebe zu tun hat
Vieles, was ich in diesem Artikel beschrieben habe, gilt auch für Liebesbeziehungen. Auch eine Partnerschaft lebt von gemeinsamen Erlebnissen und echtem Interesse, von geteilten Werten und der Fähigkeit, verschiedener Meinung zu sein. Und auch eine Partnerschaft zeigt ihren wahren Wert erst in den schweren Momenten. Eine Beziehung, die nur bei schönem Wetter funktioniert, trägt genauso wenig wie eine Freundschaft. Viele Paare, die über Jahrzehnte glücklich zusammenbleiben, sagen auf die Frage nach ihrem Geheimnis etwas Ähnliches. Sie seien vor allem auch die besten Freunde. Vielleicht ist Freundschaft das Fundament, auf dem jede Liebe stehen sollte.
Warum Freundschaft so wichtig ist
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf die Harvard-Studie zur Erwachsenenentwicklung zurückkommen, die ich bereits im Artikel über ein gefühltes Leben erwähnt habe. Nach über achtzig Jahren Forschung lautet ihr wichtigstes Ergebnis, dass gute Beziehungen uns glücklicher und gesünder machen als alles andere. Die Psychologin Julianne Holt-Lunstad hat in großen Auswertungen gezeigt, dass soziale Isolation unsere Gesundheit ähnlich stark gefährdet wie Rauchen. Freundschaft ist also kein Luxus, sondern eine der wichtigsten Grundlagen für ein gesundes und erfülltes Leben. In meiner Serie über psychische Erkrankungen bin ich immer wieder auf diesen Punkt gestoßen. Freundschaften schützen vor Depression und Sucht, und sie helfen Menschen durch Krisen und Traumata. Manchmal kann ein einziger Freund, der die richtige Frage stellt, ein Leben retten.
Zurück zum Topf
Ich denke oft an das Bild vom Topf in der Mitte des Tisches. Jeder bringt etwas mit, und keiner bringt alles mit. Gerade darin liegt die Schönheit. Wir brauchen die anderen, um die Welt in ihrer ganzen Fülle zu sehen. Wir brauchen ihre Erfahrungen und ihre Fragen, ihren Widerspruch und ihre Wärme. Eine gute Freundschaft ist ein Ort, an dem wir so sein dürfen wie wir sind, und an dem wir gleichzeitig wachsen. Sie ist ein Ort für gemeinsames Lachen und gemeinsames Schweigen, für schöne Tage und für schwere Nächte. Und sie ist etwas, das wir jeden Tag neu gestalten dürfen, mit einer Einladung zum Essen, einer Nachricht ohne Anlass oder einer offenen Frage. Manchmal genügt auch einfach die Bereitschaft, da zu sein.
Wer hat in Deinem Leben einen Platz an diesem Tisch? Und wem könntest Du heute eine Nachricht schreiben? Ich wünsche Dir viel Freude auf Deiner weiteren Reise.
Danke für Deine Zeit und bis bald,
Dein Florian 🌈



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